15. Juli 2026

Technologische Innovation und langfristige Partnerschaften standen im Mittelpunkt des Belotti Tech Day.

Über die Technologie hinaus zählt der Wert von Beziehungen. Dies war die zentrale Botschaft der Veranstaltung, die der nautischen Industrie gewidmet war und am Mittwoch, den 8. Juli, zahlreiche Vertreter von Werften, Unternehmen der Lieferkette und Verarbeitung von Verbundwerkstoffen, Konstrukteure sowie Technologiepartner im Belotti Innovation HUB in Modena zu einem Tag voller technischer Fachvorträge, Austausch und Networking zusammenbrachte.

Nach dem Erfolg der vergangenen Ausgaben bestätigt sich die Initiative erneut als wichtige Referenzveranstaltung für alle Fachleute, die ihr Wissen über die neuesten Hardware- und Softwaretechnologien für die Bearbeitung fortschrittlicher Materialien, die Automatisierung und die Digitalisierung von Produktionsprozessen vertiefen möchten.

Die Veranstaltung wurde von Umberto Belotti (CEO von Belotti SpA) eröffnet, der das Engagement des Unternehmens hervorhob, Gelegenheiten zum Austausch zu schaffen, bei denen Kunden, Partner und Fachleute Erfahrungen, Kompetenzen und Visionen über die Zukunft der Fertigung teilen können. In seiner Eröffnungsrede blickte er zudem auf die wichtigsten Etappen zurück, die den Einstieg von Belotti in die nautische Branche geprägt haben. Dabei schilderte er die ersten Aufträge des Unternehmens und verband technische Details mit persönlichen Anekdoten, die den menschlichen und unternehmerischen Wert dieses Weges verdeutlichten.

Mehr als zwanzig Jahre Zusammenarbeit mit den führenden Akteuren der nautischen Industrie

Der Tech Day am 8. Juli erhielt durch die Teilnahme der Persico Group und von Cranchi Yachts eine besondere Bedeutung. Beide Unternehmen stellen die ersten historischen Referenzkunden von Belotti im nautischen Sektor dar. Diese Zusammenarbeit begann vor mehr als zwanzig Jahren dank der Vision von Ing. Luciano Belotti, der das Potenzial der CNC-Bearbeitung von Verbundwerkstoffen für den Bootsbau frühzeitig erkannte.

Ausgehend von der Erinnerung an diese über zwanzigjährige Partnerschaft schilderte Marcello Persico (CEO von Persico Marine und Vice President der Persico Group) den pionierhaften Weg von Persico Marine bei der Verwendung von Verbundwerkstoffen im Regattasport – von Il Moro di Venezia bis Luna Rossa – sowie die Rolle von Belotti bei der Entwicklung spezieller technologischer Lösungen für die Bearbeitung von Hochleistungskomponenten.

Dieselbe Kontinuität der Zusammenarbeit kennzeichnete auch die Beziehung zu Cranchi Yachts, wie die Rede des CEO Guido Cranchi zeigte. Er erläuterte die Entwicklung der im Unternehmen eingesetzten Produktionstechnologien sowie die neuen Herausforderungen, die sich aus den steigenden Anforderungen an Präzision, Wiederholgenauigkeit und Automatisierung in den Bearbeitungsprozessen ergeben. Besonderes Augenmerk wurde auf die Bedeutung von Qualität gelegt – ein zentrales Element der Entscheidungsprozesse und des Industriemodells des Unternehmens, das im fertigen Yachtprodukt vollständig sichtbar wird.

Als weiteren Beleg für die Fähigkeit von Belotti, ein gemeinsames Innovationsökosystem aufzubauen, nahm auch Umberto Capelli, CEO von Cantieri Capelli, am Programm teil. Er zeichnete die Entwicklung der Werft nach – von der Tradition der Bootsbaumeister bis hin zur Einführung der 5-Achs-CNC-Bearbeitung für die Herstellung von Booten, Schlauchbooten und Tendern.

Von der Handwerkskunst zur Industrialisierung

Von der Einführung der Verbundwerkstoffe bis hin zu den modernsten Produktionstechnologien hat die nautische Industrie einen tiefgreifenden Wandel erlebt. Dadurch wurde es notwendig, das Know-how und die handwerkliche Meisterschaft traditioneller Bearbeitungsverfahren in reproduzierbare industrielle Prozesse zu übertragen, ohne dabei die Liebe zum Detail und die hohe Qualität zu verlieren, die jedes Boot auszeichnen.

In diesem Entwicklungsprozess haben sich die Belotti-Technologien als zentraler Maßstab für die Bearbeitung von Modellen und Formen, strukturellen und nicht-strukturellen Komponenten sowie fertigen Bootskomponenten etabliert: vom Zuschnitt von Harzmodellen bis hin zum Besäumen von Rümpfen und Decks aus Glasfaser und Hochleistungsverbundwerkstoffen.

„Belotti Powered by Moi“: die neue Hybrid-Manufacturing-Technologie

Zu den am meisten erwarteten Programmpunkten des Tages gehörte die offizielle Vorstellung von „Belotti Powered by Moi“, der neuen hybriden Produktionsplattform, die in Zusammenarbeit mit Moi Composites entwickelt wurde und in einer einzigen Produktionsumgebung den additiven Ablagerungsprozess von duroplastischen Verbundwerkstoffen mit dem hochpräzisen CNC-Fräsen integriert.

Die Lösung wurde von Alberto Riganti, Sales Product Manager & Additive Specialist bei Belotti SpA, sowie von Gabriele Natale, CEO von Moi Composites, vorgestellt und eröffnet neue Perspektiven für die Herstellung von Formen, Modellen, Werkzeugen und fertigen Bauteilen.

Die gesamte Palette der Belotti-Bearbeitungszentren kann, die von Moi Composites entwickelte Short Fiber Manufacturing-Technologie (SFM®) integrieren und macht damit die großformatige 3D-Druckfertigung von duroplastischen Verbundwerkstoffen zu einem integralen Bestandteil der CNC-Bearbeitung. Dank der Hochgeschwindigkeitsablagerung eines mit 45 % Glasfaser verstärkten Vinylesterharzes und der In-situ-UV-Härtung können die Bauteile unmittelbar nach der Herstellung gefräst werden, wodurch Entwicklungszeiten, Produktionskosten und Zwischenschritte drastisch reduziert werden.

Die Technologie ist außerdem als Retrofit für bereits installierte Bearbeitungszentren verfügbar. Durch die Integration additiver Fertigung erweitert sie die Möglichkeiten traditioneller CNC-Bearbeitungsverfahren und bietet konkrete Vorteile bei gleichzeitig hohen Qualitätsstandards entlang aller Produktionsphasen in verschiedenen Branchen wie Nautik, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt und Design.

Digitalisierung und Qualitätskontrolle: Der Wert von Daten im Bootsbau

Der zweite Teil des Programms widmete sich den digitalen Prozessen zur Unterstützung von Konstruktion und Produktion. Roberto Giovara, Sales Area Trimming & Laser bei Tebis Italia, erläuterte, wie moderne CAD/CAM-Lösungen es ermöglichen, Verformungen von Rümpfen und Bauteilen vor den Fräsoperationen zu kontrollieren und zu kompensieren und dadurch die Präzision sowie die Qualität des Endprodukts zu verbessern.
Anschließend vertiefte Roberto Mazzetto, CEO von QFP, die Anwendungen von 3D-Dimensional-Check- & Reverse-Engineering-Systemen, die heute eine zunehmend strategische Rolle für Qualitätskontrolle, Dimensionsanalyse und die Optimierung fertiger Komponenten spielen.

Ein gemeinsamer Kurs in Richtung Innovation

Durch ein Format, das technische Präsentationen, Branchenberichte und direkte Diskussionsrunden miteinander verband, brachte die Veranstaltung einige der bedeutendsten Akteure der italienischen Nautikbranche zusammen. Dadurch entstand eine einzigartige Gelegenheit zum Dialog zwischen Werften, Technologieanbietern und Fachleuten, die eine gemeinsame Vision teilen: die Kompetenzen, die die nautische Industrie auszeichnen, durch immer fortschrittlichere Werkzeuge und Produktionsprozesse für die Bearbeitung von Komponenten aus Verbundwerkstoffen weiterzuentwickeln.

Die Live-Demos und die Networking-Momente schlossen einen Tag ab, der verdeutlichte, wie eng technologischer Fortschritt mit der Fähigkeit verbunden ist, stabile und langfristige Kooperationen zwischen Herstellern, Technologieanbietern und Industriepartnern aufzubauen.

Ein herzlicher Dank gilt den anwesenden Partnern (Moi Composites, Tebis Italia, QFP), den Gastrednern sowie allen Teilnehmern, die zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Sehen Sie sich das offizielle Recap-Video mit den wichtigsten Momenten des Tages an.

Das detaillierte Veranstaltungsprogramm sowie Informationen zu kommenden Events finden Sie auf der Seite Belotti Innovation Hub.

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